Kaum eine Frage kommt bei uns so häufig wie diese - und kaum eine wird online so unbefriedigend beantwortet. Entweder es heißt "kommt drauf an", oder es steht eine einzelne Zahl im Raum, die zufällig zum Angebot des jeweiligen Anbieters passt. Beides hilft dir nicht weiter, wenn du gerade budgetieren musst.
Deshalb hier die kurze, ehrliche Antwort vorweg: Eine professionelle Website kostet 2026 zwischen rund 1.000 € und 15.000 €. Einfache, gut gemachte Websites für kleinere Unternehmen liegen am unteren Ende, umfangreiche Unternehmensauftritte mit vielen Seitentypen, Individualdesign und Migration am oberen. Bei uns starten Website-Projekte bei 999 €.
Diese Spanne ist kein Ausweichen. Sie ist das eigentliche Thema. Denn der Preis einer Website hängt fast vollständig davon ab, wie viel Arbeit tatsächlich drinsteckt - und diese Arbeit ist von außen schwer zu sehen. Genau das schauen wir uns in diesem Artikel an.
Was kostet eine professionelle Website 2026? Die Preisklassen im Überblick
Um die Spanne greifbar zu machen, hier die Größenordnungen, die wir am Markt regelmäßig sehen. Das sind Orientierungswerte, keine Festpreise - was dein Projekt kostet, hängt von deinem konkreten Umfang ab.
- Ab ca. 999 €: Einstieg. One-Pager oder kleine Website mit wenigen Unterseiten, sauberes Template-basiertes Design, mobil optimiert, Kontaktformular, technisch korrekt aufgesetzt. Passend für Selbstständige, kleine Betriebe und alle, die erst einmal überhaupt online sichtbar und erreichbar sein wollen.
- Ca. 2.500 € bis 5.000 €: typische Unternehmenswebsite. Mehrere Seitentypen (Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt), individuelleres Design, redaktionell gepflegte Inhalte, SEO-Grundlagen von Anfang an, oft ein CMS zum eigenständigen Pflegen. Das ist die Klasse, in der die meisten kleinen und mittleren Unternehmen landen.
- Ca. 5.000 € bis 15.000 €: umfangreiche Projekte. Individuelles Design, viele Seitentypen, Standort- oder Leistungsseiten in größerer Zahl, Mehrsprachigkeit, Migration einer bestehenden Website inklusive Weiterleitungskonzept, Anbindung an andere Systeme, aufwendigere Funktionen.
- Darüber: Sonderfälle. Shops mit großem Sortiment, Portale, Buchungssysteme, individuelle Web-Anwendungen. Hier ist "Website" eigentlich das falsche Wort - das sind Software-Projekte.
Wenn du zwischen diesen Klassen schwankst, ist die nützlichste Frage nicht "was ist das Minimum", sondern: Was soll die Website für dein Unternehmen leisten? Eine Website, die Anfragen bringen soll, braucht andere Arbeit als eine, die nur als digitale Visitenkarte existiert.
Was du für 999 € bekommst - und was nicht
"Ab 999 €" klingt für manche verdächtig günstig. Deshalb machen wir transparent, was in dieser Klasse realistisch ist.
Du bekommst eine Website, die modern aussieht, auf dem Handy sauber funktioniert, schnell lädt und technisch korrekt gebaut ist: sinnvolle Seitenstruktur, saubere Überschriftenhierarchie, Meta-Angaben, Sitemap, funktionierendes Kontaktformular, DSGVO-konforme Grundeinrichtung. Sie ist damit in allem, was zählt, professionell - sie ist nur bewusst im Umfang begrenzt.
Was in dieser Klasse nicht enthalten ist: ein von Grund auf individuell entworfenes Designsystem, umfangreiche Textarbeit für zwanzig Unterseiten, aufwendige Fotoproduktion, komplexe Funktionen, laufende SEO-Betreuung oder die Migration einer gewachsenen Bestandswebsite mit hunderten URLs. Das ist kein Haken, sondern schlicht eine Frage des Aufwands.
Für viele Betriebe ist genau das die richtige Entscheidung. Eine kleine, schnelle, saubere Website, die tut, was sie soll, ist besser als ein großes Projekt, das man sich nicht leisten kann - und deutlich besser als eine zehn Jahre alte Seite, die auf dem Handy zerfällt.
Warum manche Websites 5.000 € oder mehr kosten
Der Sprung nach oben entsteht selten durch "schöneres Design". Er entsteht durch Menge und Komplexität. Ein paar Beispiele aus der Praxis:
- Anzahl der Seitentypen. Jede Seitenart - Leistungsseite, Standortseite, Team, Referenz, Blog, Landingpage - muss entworfen, gebaut und getestet werden. Zehn Seiten eines Typs kosten kaum mehr als eine. Zehn verschiedene Typen sind zehnmal Arbeit.
- Inhalte. Wer Texte, Bilder und Struktur selbst liefert, spart erheblich. Wenn wir Inhalte konzipieren, schreiben und aufbereiten, ist das ein eigener Projektteil.
- Individuelles Design. Ein eigenständiges Designsystem statt eines angepassten Templates ist ein sichtbarer Kostenblock - und lohnt sich vor allem dann, wenn die Marke selbst ein Verkaufsargument ist.
- Migration und Relaunch. Eine bestehende Website abzulösen ist aufwendiger, als neu zu bauen. Alte URLs müssen erfasst, bewertet und weitergeleitet werden, sonst verlierst du Sichtbarkeit. Mehr dazu in unserem Artikel zu den Kosten eines Website Relaunchs.
- Mehrsprachigkeit. Zwei Sprachen sind nicht doppelte Textarbeit, sondern doppelte Pflege plus Technik für Sprachwechsel, Canonicals und hreflang.
- Integrationen. Buchungssystem, CRM, Warenwirtschaft, Newsletter, Bezahlung - jede Anbindung ist ein eigenes kleines Projekt.
- SEO-Anspruch. Eine Website, die gefunden werden soll, braucht Keyword- und Strukturarbeit vor dem Bauen, nicht danach.
Günstig ist nicht automatisch schlecht - und teuer nicht automatisch gut
Das ist der Punkt, an dem viele Vergleiche kippen. Ein hoher Preis ist kein Qualitätsnachweis, und ein niedriger Preis ist kein Warnsignal.
Wir sehen regelmäßig teure Websites, die visuell beeindrucken und trotzdem schlecht funktionieren: langsam auf dem Handy, unklare Navigation, keine erkennbare Handlungsaufforderung, technisch so gebaut, dass Suchmaschinen sich schwertun. Und wir sehen günstige Websites, die genau das Richtige tun, weil jemand sauber gearbeitet und sich auf das Wesentliche konzentriert hat.
Der sinnvollere Maßstab ist deshalb nicht der Preis, sondern:
- Erfüllt die Website ihren geschäftlichen Zweck - bringt sie Anfragen, Bewerbungen, Termine, Vertrauen?
- Ist sie technisch sauber gebaut, schnell und auf dem Handy gut bedienbar?
- Ist sie so strukturiert, dass Suchmaschinen und zunehmend auch KI-Systeme verstehen, was dein Unternehmen anbietet?
- Kannst du sie pflegen, ohne für jede Kleinigkeit jemanden zu beauftragen?
- Passt der Umfang zu dem, was du tatsächlich brauchst?
Für uns gehören Design, Technik, Auffindbarkeit und Conversion zusammen. Viele klassische Webprojekte werden stark aus der Designperspektive gedacht - eine schöne Website allein bringt aber noch keine Anfragen. Wie wir das konkret angehen, steht auf unserer Seite zum Webdesign.
Welche laufenden Kosten auf dich zukommen
Der Projektpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft. Sie läuft auf Servern, sie braucht Updates, und die Inhalte veralten.
- Domain: meist rund 10 € bis 20 € pro Jahr.
- Hosting: je nach Anspruch etwa 5 € bis 50 € pro Monat. Günstiges Shared Hosting reicht für kleine Seiten, kostet dich aber oft Ladezeit.
- Wartung und Updates: Sicherheitsupdates, Backups, Monitoring, kleinere Anpassungen. Wer das selbst macht, zahlt mit Zeit; wer es abgibt, mit Geld.
- Inhaltliche Pflege: neue Leistungen, aktuelle Referenzen, geänderte Öffnungszeiten oder Preise.
- SEO und GEO: optional und laufend, wenn Sichtbarkeit aktiv wachsen soll.
Wir bündeln Hosting, Wartung, Updates und einen definierten Umfang an Änderungen in einem laufenden Paket, das sich preislich an 99 € pro Monat orientiert - was genau enthalten ist, steht auf der Seite zum Rundum-sorglos-Paket. Der Gedanke dahinter ist simpel: Die meisten kleinen Unternehmen wollen sich nicht um Server, Plugin-Updates und Backups kümmern. Sie wollen, dass es läuft.
Rechne bei der Budgetplanung ehrlich mit diesen Posten. Eine Website für 999 €, die danach zwei Jahre lang niemand anfasst, ist am Ende teurer als eine, die gepflegt wird - weil sie irgendwann nicht mehr repräsentiert, was dein Unternehmen kann.
Wann sich eine Agentur lohnt - und wann nicht
Nicht jedes Projekt braucht einen Dienstleister. Wenn du technisch versiert bist, Zeit hast und eine einfache Seite brauchst, kommst du mit einem Baukasten oder inzwischen auch mit KI-Unterstützung erstaunlich weit.
Der Wert professioneller Hilfe liegt heute weniger im reinen Zusammenbauen von Seiten. Er liegt in Struktur, Strategie, technischer Umsetzungsqualität, Auffindbarkeit, Conversion-Logik - und darin, dass du deine Zeit nicht in ein Nebenprojekt steckst. Welche Option zu welcher Situation passt, vergleichen wir ausführlich im Artikel Agentur, Freelancer oder Baukasten.
Konkret lohnt sich professionelle Unterstützung meistens dann, wenn Anfragen über die Website ein relevanter Teil deines Geschäfts sind, wenn eine bestehende Website abgelöst werden muss, oder wenn dir schlicht die Zeit fehlt.
Wie du ein Angebot vergleichbar machst
Angebote für Websites sind berüchtigt schwer vergleichbar, weil jeder etwas anderes hineinrechnet. Diese Fragen machen den Vergleich schnell fair:
- Wie viele Seiten und wie viele unterschiedliche Seitentypen sind enthalten?
- Wer liefert Texte und Bilder?
- Sind SEO-Grundlagen enthalten oder kosten sie extra?
- Ist eine Migration inklusive Weiterleitungen enthalten, falls es eine Vorgängerseite gibt?
- Wie viele Korrekturschleifen sind vorgesehen?
- Was kostet der Betrieb danach - und was ist darin enthalten?
- Kannst du Inhalte selbst pflegen, und wenn ja, welche?
- Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge am Ende?
Der letzte Punkt wird gerne übersehen und ist der unangenehmste, wenn er falsch geregelt ist.
Zusammenfassung: Was kostet eine professionelle Website?
Realistisch liegen professionelle Websites 2026 zwischen rund 1.000 € und 15.000 €, bei uns beginnen Projekte ab 999 €. Der Preis wird vor allem durch Umfang, Individualität, Inhalte, Migration und Funktionen bestimmt - nicht durch die Optik allein. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege, bei uns gebündelt in einem Paket um die 99 € pro Monat.
Die wichtigere Frage als "Was kostet es?" ist deshalb: Was soll die Website für dein Unternehmen erreichen - und ist der Umfang, den dir jemand anbietet, dafür angemessen? Eine günstige Website, die ihren Zweck erfüllt, ist ein gutes Geschäft. Eine teure, die es nicht tut, ist es nicht.
Du überlegst, ob deine Website noch zu deinem Unternehmen passt, und willst wissen, was ein Projekt in deinem Fall realistisch kostet? Schreib uns unverbindlich - wir schauen uns gemeinsam an, was sinnvoll ist und was nicht. Wir arbeiten von Hof und Bayreuth aus für Unternehmen in ganz Oberfranken, unter anderem als Webdesigner in Bayreuth und Webdesigner in Hof.


