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Digitalbonus Standard vs. Plus: Unterschiede & Zuschusshöhe

Digitalbonus Standard oder Plus? Ich erkläre dir den Unterschied zwischen beiden Varianten, wie hoch der Zuschuss jeweils ausfällt (bis 7.500 € vs. bis 30.000 €) und mit welcher Faustregel du in zwei Minuten die richtige Variante für dein Projekt findest.

Titelbild: Digitalbonus Standard vs. Plus im Vergleich.

Sobald ein Betrieb sich ernsthaft mit dem Digitalbonus beschäftigt, kommt fast immer dieselbe Frage: Standard oder Plus? Beide Varianten gehören zum selben Förderprogramm, beide zahlen einen echten Zuschuss – aber sie unterscheiden sich deutlich bei der Höhe und bei den Anforderungen. Wer den Digitalbonus Standard Plus Unterschied kennt, spart sich viel Rätselraten und beantragt von Anfang an die passende Variante.

Ich begleite regelmäßig KMU durch genau diese Entscheidung und sehe dabei: Die Wahl ist meist einfacher, als sie klingt. In diesem Beitrag zeige ich dir, was hinter Standard und Plus steckt, wie hoch der Zuschuss jeweils ausfällt und mit welcher Faustregel du dich in zwei Minuten festlegst. Eine grundlegende Einführung ins Programm findest du im Überblicksartikel Digitalbonus Bayern: Höhe, Voraussetzungen und Antrag.

Digitalbonus Standard erklärt

Der Digitalbonus Standard ist die Variante, die für die allermeisten Vorhaben gedacht ist. Er fördert die klassische Digitalisierung im Mittelstand: eine neue oder überarbeitete Website, einen Onlineshop, digitale Prozesse oder Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit. Alles, was ein normaler Betrieb braucht, um digital sichtbarer und effizienter zu werden, fällt hier hinein.

Der Zuschuss beträgt bis zu 50 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 7.500 €. Damit ein Projekt überhaupt zählt, müssen die förderfähigen Kosten mindestens 4.000 € betragen. Ein Beispiel aus der Praxis: Kostet dein Website-Relaunch 12.000 €, liegen 50 % davon bei 6.000 € – diesen Betrag bekommst du im Standard voll als Zuschuss ausgezahlt.

Wichtig ist, dass der Standard nicht die „kleinere" oder „schlechtere" Variante ist. Für den Großteil der Website- und Shop-Projekte, die ich betreue, ist er schlicht die richtige und vollkommen ausreichende Wahl. Ob dein Vorhaben in den Standard passt, sagt dir am schnellsten der kostenlose Förder-Check, ohne dass du dich durch Merkblätter arbeiten musst.

Digitalbonus Plus erklärt

Der Digitalbonus Plus ist für die deutlich größeren und anspruchsvolleren Vorhaben reserviert. Der maximale Zuschuss steigt hier auf bis zu 30.000 € – ebenfalls bei einem Fördersatz von bis zu 50 % der förderfähigen Kosten. Das klingt zunächst attraktiv, ist aber an eine klare Bedingung geknüpft.

Plus gibt es nur bei Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt. Gemeint sind damit Projekte, die technisch überdurchschnittlich anspruchsvoll sind – zum Beispiel der Einsatz von künstlicher Intelligenz oder besonders anspruchsvolle Lösungen im Bereich IT-Sicherheit. Eine gewöhnliche, wenn auch moderne Website erfüllt dieses Kriterium in der Regel nicht.

Aus meiner Erfahrung überschätzen viele Betriebe, ob ihr Projekt in diese Kategorie fällt. „Innovativ" im Alltagssinn reicht nicht – es geht um einen echten technologischen Anspruch, der über das Übliche hinausgeht. Wenn du unsicher bist, ob dein Vorhaben als innovativ genug gilt, klär das lieber vorab, statt es im Antrag darauf ankommen zu lassen.

Standard vs. Plus im Vergleich

Damit der Unterschied greifbar wird, hier beide Varianten direkt gegenübergestellt:

Digitalbonus Standard

  • Maximaler Zuschuss: bis zu 7.500 €.
  • Fördersatz: bis zu 50 % der förderfähigen Kosten.
  • Mindest-Projektkosten: förderfähige Kosten ab 4.000 €.
  • Geeignet für: Website, Onlineshop, digitale Prozesse, IT-Sicherheit im üblichen Rahmen.
  • Innovationsgehalt: nicht erforderlich.

Digitalbonus Plus

  • Maximaler Zuschuss: bis zu 30.000 €.
  • Fördersatz: bis zu 50 % der förderfähigen Kosten.
  • Mindest-Projektkosten: förderfähige Kosten ab 4.000 €.
  • Geeignet für: technisch besonders anspruchsvolle Vorhaben.
  • Innovationsgehalt: zwingend erforderlich, etwa KI oder anspruchsvolle IT-Sicherheit.

Der entscheidende Punkt: Der Fördersatz ist bei beiden Varianten gleich hoch. Was sich unterscheidet, ist die Obergrenze des Zuschusses – und die Anforderung an den Innovationsgehalt bei Plus. Für ein durchschnittliches Digitalisierungsprojekt ändert Plus in der Praxis nichts, weil der Zuschuss die Standard-Grenze ohnehin nicht erreicht.

Welche Variante für welches Projekt

Für die Zuordnung gibt es eine einfache Faustregel, an der ich mich in der Beratung orientiere: Liegt dein gesamtes Projektvolumen bei bis zu 15.000 €, beantragst du den Standard – selbst dann, wenn das Vorhaben innovativ ist. Erst oberhalb dieser Grenze wird Plus überhaupt relevant.

Der Grund ist reine Mathematik. Bei einem Projektvolumen von 15.000 € liegen 50 % bei 7.500 € – und genau dort endet die Standard-Förderung. Ein kleineres Projekt kann den höheren Deckel von Plus schlicht nicht ausschöpfen. Ein innovatives Vorhaben unter 15.000 € gehört deshalb trotzdem in den Standard, weil du dort denselben Zuschuss bekommst, ohne den Innovationsgehalt gesondert nachweisen zu müssen.

Plus lohnt sich also erst, wenn beide Bedingungen zusammenkommen: ein Projektvolumen deutlich über 15.000 € und ein echter, nachweisbarer Innovationsgehalt. Fehlt eine der beiden Voraussetzungen, ist der Standard die richtige und meist auch die unkompliziertere Wahl.

Ob Standard oder Plus für dein konkretes Vorhaben passt, musst du nicht selbst durchrechnen. Mit unserem kostenlosen Förder-Check prüfst du in zwei Minuten, welche Variante zu deinem Projekt passt und mit welchem Zuschuss du realistisch rechnen kannst. Danach weißt du genau, welchen Weg du beim Antrag einschlägst.

Ein Hinweis zum Schluss: Die Förderentscheidung liegt bei der zuständigen Bezirksregierung. Wir begleiten den Antrag und helfen, dein Projekt förderfähig aufzustellen – eine Garantie auf Förderung gibt es nicht. Wenn du danach tiefer einsteigen willst, lies den vollständigen Leitfaden zum Digitalbonus Bayern oder starte direkt mit dem Förder-Check.